Schmerz ist nicht das Problem. Er ist nicht die Gefahr, sondern das Feedback FÜR Gefahr!

Was meine ich damit? Lass uns darüber sprechen…

Details unserer Erfahrungen vermischen sich im Laufe der Zeit…

Das Handicap: Da es sich bei Schmerz um eine unangenehme Erfahrung handelt, fällt es uns Menschen schwer, sie zuzulassen und anzunehmen. Wir wollen so schnell wie möglich wieder aus ihr raus.

Die Ursache (Auslöser) und die Wirkung (Schmerz) dieser Erfahrung verschmelzen mit der Zeit zu einem Gesamt-Komplex. Aber die Wirkung entspricht nicht der Ursache. Sie ist die Folge von … !

Solange Du Dich gegen Deinen Schmerz wehrst, gelangst Du nicht an den Ort, wo die Bedrohlichkeit dieser Erfahrung gespeichert ist. Du kannst nichts Neues hinzufügen und die Schmerzschleife bleibt gleich.

Schmerz ist nicht die Ursache, sondern die Folge

Wir Menschen benutzen unseren Wunsch nach Schmerzfreiheit gerne dafür, um Schmerz (der ja tatsächlich da ist und das Leben einschränkt) abzulehnen, wegzuschieben oder um ihn zu bekämpfen. Dadurch verlieren wir den Zugang zu dem Teil in uns, wo die Ursache (Auslöser) vermutlich liegt. Genau dort möchten wir aber etwas grundlegend verändern!

Annehmen bedeutet nicht, dass Du Schmerz toll finden oder für immer mit ihm leben musst – diese Form von Gedanken entspringen häufig der Gefahrenquelle selbst. Annehmen bedeutet Deinen Widerstand gegen das Vorhandensein von anhaltenden Schmerzen nach und nach loszulassen. Es bedeutet, Dich hin zu Deinem Problem zu bewegen (statt weg von). Zugang zu dem Teil von Dir zu bekommen, der sich immer noch in Gefahr befindet, sodass diese (unspezifische) Bedrohlichkeit in Dir nachlassen kann.

Dann kannst Du neue Erfahrungen einpflegen, die Deine Beziehung zur Gefahrenquelle verändern. Und diese neue Beziehung verändert Dein Erleben der Ursache und dadurch der Wirkung!

Es ist ein Weg „hin zu“, statt „weg von“

„Weg von“ ist meist das erste, was wir versuchen. Wenn sich Dein Problem dadurch nicht nachhaltig verändert, funktioniert dieser Weg nicht. Er bringt Dir nicht die Lösung, nach der Du sehnlichst suchst (oder zumindest nicht langfristig), sondern sorgt dafür, dass der Schmerz zwar für kurze Zeit nachlässt, aber dass Du (innerlich) in Deiner Vergangenheit stehenbleibst.

Was Du tun kannst, um diese Spirale schrittweise zu verändern

  1. Dein Schmerz ist (vorerst) Dein Begleiter, von dem Du lernen kannst (solange er in Deinem Leben ist). Ihn loswerden zu wollen erzeugt Widerstand. Und Widerstand erzeugt Widerstand. Je mehr Du ihn bekämpfst, desto mehr Platz fordert er in Deinem Leben ein.
  2. Entschlüssele Die Botschaft hinter dem Schmerz. Erinnere Dich: Schmerz ist das Feedback FÜR Gefahr, nicht die Gefahr selbst. Mit der richtigen Unterstützung kannst Du diese Sprache verstehen lernen.
  3. Erlaube Dir neue Erfahrungen zu sammeln. Du wärst überrascht, wie kompetent und selbstbestimmt Du bist, wenn Du aus dem Heute handelst (statt aus dem Gestern zu denken).
  4. Lass Dir Zeit. Selbst, wenn wir etwas verstehen, heißt das nicht, dass sich sofort alles verändert. Es ist mehr als wenn Du nach und nach zurückholst, was damals nicht mitkommen konnte – das geschieht häppchenweise.
  5. Hole Dir Unterstützung. Bedrohlichkeit kann sehr überwältigend sein. Manchmal reicht es schon aus zu wissen, dass da jemand ist, der Dir Halt gibt, Mut macht und hilft, orientiert zu bleiben. Sicherheit ist ein natürliches Bedürfnis.
  6. Bleibe Deinem roten Faden und seinem Ziel treu. Der Anfang ist herausfordernd, bis Du geübter darin wirst (wie beim Lernen einer neuen Sprache). Die Veränderung, die Du suchst, liegt vor dem Berg – noch stehst Du dahinter.

Hier kannst Du mehr über die Unterschiede von akutem und anhaltendem Schmerz lesen.

Falls ein Arzt-Besuch oder Deine erste Therapie-Sitzung bevorstehen, dann bereite Dich mit meinem Leitfaden optimal darauf vor, um Dein Problem leicht und umfassend hervor zu bringen.


0 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.