rundum die Endoprothetik (TEPs) Teil 4

Sie haben sich nun endgültig für eine OP entschieden, weil Ihre Beschwerden trotz effizienter Therapie nicht besser geworden sind – aber wie geht es jetzt eigtnlich weiter?

Sie haben ja quasi die Qual der Wahl bei so vielen Operateuren und Kliniken, die gefühlt alle nur Endoprothesen (TEPs) implantieren. Und dann gibt es da noch die Freunde/Bekannte, die eigentlich immer jemanden empfehlen und nur auf diese Person schwören…

Aber was können Sie objektiv tun (so ein Eingriff will schließlich gut abgewogen werden und man möchte sich in besten Händen fühlen und von Profis betreut werden). Hier ein paar unverbindliche Möglichkeiten, die Sie zurate ziehen können:

Suchen Sie nach zertifizierten Häusern. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie hat 2012 ein Projekt ins Leben gerufen, die eine qualitativ hochwertige Versorgung mit Endoprothesen gewährleisten soll. Hierfür werden Einrichtungen von extern anhand bestimmter Kriterien zertifiziert und rezertifiziert (z.B. müssen Sie eine Mindestmenge an Endoprothesen pro Jahr implantieren, dadurch sind sie natürlich hochgradig auf diese Form von OP spezialisiert, was viele Vorteile mit sich bringt). Weitere Infos finden Sie unter https://endocert.de/

Vergleichen Sie die Häuser anhand von Qualitätsmerkmalen. Die „Weiße Liste“ ist ein Projekt der Bertelsmann Stiftung in Zusammenarbeit mit Patienten- und Verbraucherorganisationen, die mittels verschiedener Kriterien die Kliniken untereinander vergleicht. Dazu zählen nicht nur Zufriedenheit und med. Versorgung, sondern z.B. auch die Hygiene und Belastung mit resistenten Keimen. Weitere Infos finden Sie unter https://www.weisse-liste.de/de/

Vergleichen Sie verschiedene OP-Methoden. Jeder Operateur entscheidet sich aus bestimmten Gründen für seine OP-Methode und wird sie natürlich mit allen Mitteln verteidigen (was sein gutes Recht ist). So birgt jede Methode gewisse Vor-, aber auch Nachteile. Je nachdem, welche Erwartungen Sie an Ihr restliches Leben mit einer TEP stellen, könnten die Vorteile von bestimmten OP-Methoden überwiegen. Hier ist es wichtig, sich mehrere Meinungen einzuholen und offen über Ansprüche, Wünsche, Erwartungen zu sprechen und kritische Fragen zu stellen, damit sich möglichst herauskristallisiert, welche Methode am besten zu Ihnen und/oder zu dem, was Sie sich von der OP versprechen, passt.

Holen Sie sich verschiedene Meinungen ein. Anders tun Sie es beim Kauf einer Waschmaschine vermutlich auch nicht. Sie schauen sich verschiedene Angebote an und wägen ab, welches am besten zu Ihnen und Ihren Wünschen passen könnte. Es gibt in der Medizin nicht DIE eine Lösung. Viele (gute) Wege führen nach Rom. Sie dürfen sich den für Sie passendsten Weg aussuchen (oder zumindest mitentscheiden, ist ja schließlich Ihr Körper).

Und nicht zu vergessen: hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Nach objektiver kritischer Prüfung der Krankenhäuser ist es natürlich auch wichtig, dass Sie sich vor Ort wohlfühlen und das Gefühl haben, sich in guten Händen zu befinden. Man muss ehrlicherweise zugeben, dass die Implantation von Endoprothesen mittlerweile ein hochstandartisiertes Verfahren darstellt und im Grunde alle Operateure ihr Handwerk sehr gut verstehen.

Noch Fragen? Fragen!

Am Ende möchte ich natürlich betonen, dass es sich hierbei um meine subjektiven Empfehlungen aufgrund meiner langjährigen Erfahrung in der Nachbehandlung von Endoprothesen-OPs handelt. Alle Angaben sind ohne Gewähr und ich habe keine Verbindungen zu den o.g. Portalen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.